Ratgeber für Koi und Teichbau

Haltung von Koi

Mindestanforderungen an einen Koiteich

  • Ideale Koiteiche haben eine Größe zwischen 20 und 50 Kubikmeter.
  • Die Tiefe sollte mindestens 1,50 Meter betragen. Ideal sind 1,80 bis 2 Meter.
  • Der Teich benötigt eine Filterung, um einen bestmöglichen Lebensraum zu gewährleisten. Sind die Wasserwerte schlecht, schadet das den Fischen. Optimal ist eine Filtertechnik, die in einem Schwerkraftsystem betrieben wird.
  • Eine geeignete Teichpumpe gehört auch zur Filterleistung, um eine optimale Umwälzrate zu gewährleisten. Die Pumpe sollte das komplette Wasservolumen möglichste stündliche einmal durch den Filter befördern.
  • Um optimale Sauerstoffwerte sicherzustellen, muss der Teich zusätzlich belüftet werden.
  • Bodengrund, Pflanzen und Steine gehören nicht in einen Koiteich. Sie bilden einen Nährboden für pathogene Keime.
  • Die Wassertemperatur ist optimal, wenn sie sich zwischen +6 und +24 Grad Celsius bewegt. Das ist besonders in der kalten Jahreszeit zu beachten, weil die Fische sonst Schaden nehmen können. Auch starke Temperaturschwankungen von mehr als 2-3 Grad sollten vermieden werden.

Wichtige Wasserparameter

  • Der optimale pH-Wert liegt zwischen 7.0 und 8.0. Zwar verkraften Koi sowohl hohe als auch niedrige Werte recht gut. Doch der Teich sollte keinen größeren pH-Wert-Schwankungen unterliegen.
  • Die Karbonhärte, die den pH-Wert puffert, sollte zwischen 5 und 8 kh liegen, die Gesamthärte bei 7-14 gh.
  • Ein Sauerstoffwert von 8 mg/l ist ideal. Liegt er darunter, kann es zu Stoffwechselstörungen der Koi kommen. Fällt der Sauerstoffgehalt noch weiter ab, kippt der Teich und die Koi sterben. Dazu kommt es etwa durch Überbesatz oder zu geringer Filterleistung.
  • Der Gehalt an Ammonium / Ammoniak sollte den Wert von 0,0 mg/l nicht überschreiten. Am besten ist es, wenn das Gas gar nicht nachweisbar ist.
  • Auch Nitrit sollte nicht nachweisbar sein. Es gilt als eines der stärksten Fischgifte. Der Grenzwert liegt hier kurzfristig bei 0,1 mg/l.
  • Der Nitrat-Grenzwert liegt bei 50 mg/l. Es ist nicht so toxisch wie Nitrit, gilt aber als Wachstumshemmer für die Fische.
  • Der Phosphat-Grenzwert liegt bei 0,2 mg/l. Phosphat beschleunigt das Algen-Wachstum und belastet den Teich.

Die Werte lassen sich mittels eines Tröpfchentestes für Koiteiche prüfen. Diesen erhalten Sie auf Nachfrage bei uns.

Erstausstattung für Koi-Anfänger

  • Ein Kescher, der für Koi geeignet ist – rund und flach, 60 – 100 cm im Durchmesser
  • Ein Umsetzschlauch, um die Fische behutsam umsetzen zu können
  • Zwei Wannen – eine runde Behandlungswanne (mind. 80 cm) und eine rechteckige Messwanne

Kauf und Einsetzen

  • Koi lieben Gesellschaft, sollten also nicht einzeln gehalten werden, 3, besser noch 5 Koi sind optimal
  • Die Fische sollten schnellstmöglich aus dem Transportbeutel heraus, am besten in eine Wanne mit Teichwasser setzen
  • Niemals den Beutel mit den Koi auf dem Teich schwimmen lassen. Die Fische können in dem wenigen Wasser Schaden nehmen
  • Das Wannenwasser niemals in den Teich zurückgeben
  • Koi nur mit einem Umsetzschlauch in den Teich setzen

Bei der Fütterung von Kois beachten

  • Koi haben keinen Magen. Sie kennen weder Sättigungsgefühl noch können sie Nahrung verdauen
  • Ihr Stoffwechsel richtet sich nach der Wassertemperatur. Dadurch ändern sich auch ihre Ansprüche an das Futter
  • Es ist ratsam, kleine Portionen über den Tag verteilt zu füttern
  • Das Futter sollte nicht länger als 5 Minuten auf dem Teichwasser schwimmen
  • Die Fische fressen nicht alle gleich schnell. Es empfiehlt sich, immer etwas sinkendes Futter mit zu füttern, um auch den langsameren Koi eine optimale Ernährung zu gewährleisten
  • Je besser das Futter verdaut ist, umso geringer ist auch die Wasserbelastung.

Wissenswertes über Teichanlagen

Wo sollte ein Teich am besten angelegt werden?

Ein halbschattiger Platz ist ideal. Denn zu viel Sonne fördert die Algenbildung. Und zu viel Schatten steht einer vollen Blütenpracht der Wasserpflanzen im Weg. Ein Standort unter einem Baum wäre nicht so gut, sonst kann fallendes Laub im Herbst problematisch werden.

Welche Grüße und Tiefe sollte ein Gartenteich haben?

Hier sollte man unterscheiden, ob im Teich Fische leben oder nicht. Grundsätzlich gilt natürlich: je größer, umso stabiler. Und: Er sollte mindestens 80 bis 100 Zentimeter tief sein, um ein Durchfrieren zu vermeiden. Das ist speziell bei Fischbesatz wichtig.

Welche Pflanzen gehören in den Teich?

Pflanzen sind unabdingbar für einen Gartenteich, denn sie geben Sauerstoff ab und entziehen dem Wasser Nährstoffe wie Kohlendioxid, Nitrat und Phosphat. Die Auswahl der Pflanzen ist wichtig für ein gutes biologisches Gleichgewicht. Denn nicht alle Pflanzen sind gleichermaßen geeignet. Pro 1.000 Liter Wasser sollten fünf Sauerstoffpflanzen gesetzt werden. Sie tragen zur Reinigung des Wassers bei. Neben den Unterwasserpflanzen gehören auch Schwimmpflanzen wie Seerosen auf den Teich. Sie sind ideal in der Mitte angesiedelt. Für das Ufer eignen sich Binsen, Schilf, Rohrkolben oder Sumpfpflanzen.

Wieviel Licht braucht ein Teich?

Die Flora und Fauna im Gartenteich benötigt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Licht und Schatten. Zu viel Sonne fördert das Algenwachstum. Vier bis sechs Stunden Sonneneinstrahlung sind ideal für einen Teich.